10. April 2024
Open Innovation als strukturierter Weg zur effizienten GenAI-Integration im Unternehmen
Aurelia Müller
Die technologische Entwicklung schreitet mit hoher Geschwindigkeit voran, und Künstliche Intelligenz verändert nicht nur bestehende Branchen, sondern verschiebt ihre Grundlagen. Besonders die Generative KI (GenAI) zeigt, welches Innovationspotenzial entsteht, wenn Daten, Modelle und Anwendungslogiken neu gedacht werden. Für Unternehmen bedeutet das: Wer langfristig relevant bleiben will, muss diese Entwicklungen aktiv einordnen und gezielt nutzen.
Gleichzeitig zeigt sich, dass reine interne Kompetenzaufbauprogramme nicht ausreichen. Die Einführung von GenAI verlangt eine strategische Herangehensweise, klare Anwendungsfälle und belastbare Rahmenbedingungen. Damit rückt eine entscheidende Frage in den Mittelpunkt: Wie pilotieren und nutzen wir GenAI so, dass sie einen konkreten Mehrwert für die spezifischen Anwendungsfälle unseres Unternehmens erzeugt?
Rasante technologische und wissenschaftliche Entwicklungen
Die Geschwindigkeit, mit der technologische und wissenschaftliche Fortschritte entstehen, ist außergewöhnlich. Sie reicht von GenAI über Biotechnologie bis hin zu erneuerbaren Energien. Für Unternehmen entsteht daraus eine doppelte Herausforderung: relevante Entwicklungen frühzeitig zu erkennen und gleichzeitig gezielt in jene Themen zu investieren, die strategisch wirklich tragen.
Beides allein zu bewältigen wird zunehmend unrealistisch. Der Aufwand, die nötige Expertise vorzuhalten und kontinuierlich zu aktualisieren, übersteigt in vielen Organisationen die verfügbaren Ressourcen. Genau an dieser Stelle gewinnen offene Innovationsprozesse an Bedeutung – sie ermöglichen Zugang zu externem Wissen, neuen Perspektiven und einer breiteren, belastbaren Entscheidungsgrundlage.
Zusammenarbeit mit externen, agilen Innovatoren
In diesem dynamischen Umfeld haben zahlreiche agile Innovatoren – darunter Forschungsteams, Technologieunternehmen und Scaleups – bereits spezialisierte Expertise in neuen Technologiefeldern aufgebaut. Sie prägen nicht nur das Innovationsökosystem, sondern treiben es aktiv voran. Häufig entwickeln sie Ansätze, die in Unternehmen entweder nicht im Fokus standen oder intern aufgrund fehlender Kapazitäten nicht realisierbar gewesen wären.
Die Zusammenarbeit mit diesen externen Innovatoren kann den Einstieg in neue Themenfelder deutlich beschleunigen. Sie ist kein Abkürzungsversuch, sondern ein strategischer Hebel: Unternehmen erhalten Zugang zu erprobten Methoden, frischen Perspektiven und technologischen Lösungen, die sich schnell in bestehende Strukturen integrieren lassen. So entsteht die Möglichkeit, neue Technologien gezielt in operative Abläufe einzubinden und die eigene Wettbewerbsfähigkeit auch in volatilen Märkten zu sichern.

Welchen Mehrwert Open Innovation für den Einsatz von GenAI schafft
In einer Umgebung, in der technologische und gesellschaftliche Veränderungen immer schneller greifen, wird Führungsfähigkeit zur Frage der aktiven Gestaltung. Das klassische Modell, sämtliche Kompetenzen, Technologien und Wissensbestände vollständig intern aufzubauen, stößt dabei zunehmend an Grenzen.
Warum Generative KI einen kollaborativen Ansatz erfordert
Generative KI bietet erhebliche Potenziale, ist jedoch zugleich komplex und mit hohen Anforderungen an Know-how, Infrastruktur und kontinuierliche Weiterentwicklung verbunden. Der alleinige interne Kompetenzaufbau ist ressourcenintensiv, kostenaufwendig und mit Unsicherheiten verbunden.
Der naheliegende Ansatz ist daher die Zusammenarbeit mit agilen Innovationsakteuren, die in diesem Feld bereits belastbare Expertise aufgebaut haben. Diese Kooperation ermöglicht einen schnelleren Zugang zu relevanten Technologien, reduziert das Risiko von Fehlentwicklungen und schafft einen strukturierten Einstieg in GenAI-Anwendungsfälle. Unternehmen gewinnen dadurch Geschwindigkeit, Orientierung und die Möglichkeit, Innovation gezielt in ihre Prozesse zu integrieren – und damit einen realen Wettbewerbsvorteil.
Unsere Erfolgsgeschichten für Open Innovation-Prozesse im Bereich Generative KI
Die von ekipa begleiteten Projekte zeigen, welchen strategischen Vorteil offene Innovationsansätze bei der Einführung von GenAI bieten. Drei Beispiele – APG, Boehringer Ingelheim und Sparkasse Bremen – verdeutlichen, wie Unternehmen gemeinsam mit externen Innovatoren zu belastbaren, anwendungsnahen Ergebnissen kommen.
APG – Ein personalisierter Rentenleitfaden auf Basis von KI: APG untersuchte, wie Generative KI – etwa vergleichbar mit ChatGPT – genutzt werden kann, um individuelle, leicht verständliche und relevante Informationen zur Altersvorsorge bereitzustellen. Gemeinsam mit dem Startup JadenX (Jaden Data) entstand ein nutzerorientierter Chatbot, der komplexe Vorsorgethemen strukturiert aufbereitet und persönliche Empfehlungen in klarer, zugänglicher Form bereitstellt.
Das Ergebnis: ein digitaler Zugangspunkt, der Transparenz schafft und Nutzerinnen und Nutzern Orientierung in einem traditionell schwer zugänglichen Themenfeld bietet.

Boehringer Ingelheim– Generative KI als persönlicher Assistent für Wissensprozesse: Boehringer Ingelheim suchte nach personalisierten KI-Agenten, die Fachkräfte im Gesundheitsbereich bei Wissensmanagement, Recherche und Inhaltserstellung unterstützen. In der Zusammenarbeit mit Curiosity entstand eine Lösung, die Erkenntnisse aus unterschiedlichen Quellen – darunter wissenschaftliche Publikationen und klinische Daten – systematisch aufbereitet und verdichtet. Die KI-Agenten ermöglichen eine schnellere Orientierung in komplexen Informationslagen, unterstützen fundierte Entscheidungen und schaffen zusätzliche Kapazitäten für Forschung und Entwicklung.

Sparkasse Bremen – Next Level Banking with GPT: Die Sparkasse Bremen sowie ihre Tochtergesellschaften Smavesto (Roboadvisor) und Flexi (PropTech) suchten nach neuen technologischen Ansätzen, um ihre Services weiterzuentwickeln und nutzerzentrierter zu gestalten. Gemeinsam mit den PPI AI Wizards integrieren sie GPT-basierte und weitere fortgeschrittene Technologien, um Prozesse zu beschleunigen, Interaktionen zu vereinfachen und Kund:innen einen präziseren Zugang zu relevanten Finanzinformationen zu ermöglichen.
So entsteht ein technologischer Rahmen, der bestehende Angebote gezielt erweitert und den Weg zu modernen, datengetriebenen Finanzservices ebnet.

Die Beispiele von APG, Boehringer Ingelheim und der Sparkasse Bremen zeigen, dass Unternehmen die Komplexität von KI gezielt beherrschen können, wenn sie mit externen Expert:innen zusammenarbeiten. Durch diese Partnerschaften verkürzen Organisationen ihren Innovationsweg, reduzieren technologische Unsicherheiten und erzielen spürbare Fortschritte in ihren jeweiligen Branchen.
Inkubator: Den Weg zur Co-Creation strukturiert gestalten
Strukturierte offene Innovationsprozesse schaffen die Grundlage, um gemeinsam mit agilen Innovatoren an Zukunftsthemen und konkreten Fragestellungen zu arbeiten. Genau hier setzt ekipa an. Der Prozess ist ganzheitlich aufgesetzt und auf die Strukturen und Bedürfnisse Ihres Unternehmens abgestimmt.
Von der Definition relevanter Innovationsfelder und Zielsetzungen über die Auswahl geeigneter Partner bis hin zur strukturierten Co-Creation begleitet ekipa den gesamten Weg. Dadurch wird der Einstieg in offene Innovationsprozesse nicht zum Sprung ins Ungewisse, sondern zu einem klar geführten Prozess – mit dem Ziel, Lösungen zu entwickeln, die fachlich belastbar sind und sich in bestehende Unternehmensprozesse integrieren lassen.
Fazit
Der Übergang in eine Phase, in der Generative KI und andere technologische Entwicklungen an Bedeutung gewinnen, verlangt einen Ansatz, der Zusammenarbeit und offene Innovationsprozesse verbindet. Unternehmen, die frühzeitig externe Innovatoren einbinden, können den Einstieg in GenAI nicht nur beschleunigen, sondern zugleich Risiken und Anfangsinvestitionen gezielt reduzieren.
ekipa bietet dafür einen strukturierten Rahmen: Wir eröffnen den Zugang zu relevanten Innovationsökosystemen, schaffen Klarheit im Prozess und stellen sicher, dass neue Technologien in einen belastbaren unternehmerischen Kontext überführt werden. Damit geht es nicht allein um die Einführung einer Technologie, sondern um einen Weg, Innovation offen, anschlussfähig und wirkungsorientiert zu gestalten.
Erfahren Sie, wie ekipa Ihre Innovationsstrategie stärkt und wie Sie das Potenzial von Generativer KI gezielt für Ihr Unternehmen nutzen können.


