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September 11, 2026

Der Bau ist Schlusslicht bei der KI-Nutzung. Und zieht trotzdem Rekord-Investitionen an.

Was das über die Lücke zwischen verfügbaren Lösungen und ihrer Aufnahme in den eigenen Betrieb verrät, und was das für jeden Mittelständler heißt. 

Nur rund ein Viertel der Bauunternehmen setzt KI überhaupt ein. Damit gehört die Branche zu den langsamsten Adoptierern, und darauf tippen die wenigsten. Die meisten vermuten eine klassische Industrie. 

Die eigentliche Überraschung: Diese Branche zieht gerade Rekord-Investitionen an. Angebot und Kapital sind reichlich da, nur die Aufnahme hinkt hinterher. 

 

Und KI ist dabei nur der sichtbarste Gradmesser. Dahinter steht die größere Frage, wie schnell ein Unternehmen externe Lösungen überhaupt aufnimmt, also wie schnell aus einer am Markt verfügbaren Lösung ein laufender Einsatz im eigenen Betrieb wird.Ob es um KI geht, um Produktivität auf der Baustelle, um die Lieferkette oder um den CO2-Nachweis. Das macht diesen Text weniger zu einem Artikel, der sich nur an die Bauindustrie richtet. Es ist ein Corporate-Venturing-Lehrstück, das auch für andere Branchen gilt. 

 

Rekord-Kapital, Schlusslicht-Aufnahme 

 

Der Widerspruch wird in Zahlen greifbar. Auf der einen Seite steht die niedrige Aufnahme externer KI-Lösungen: Nur rund ein Viertel der Bauunternehmen setzt sie ein. Als Gründe nennen sie selbst fehlendes Personal, eine schwierige Integration in die eigenen Systeme und die Qualität ihrer Daten. 

Quelle: [RICS, „Artificial Intelligence in Construction 2025"](https://www.rics.org/news-insights/artificial-intelligence-in-construction-report). 

 

Auf der anderen Seite das Kapital: 2025 flossen rund 6,57 Milliarden US-Dollar in Construction-Technology, verteilt auf fast 337 Deals. 64 Prozent davon entfielen auf das Feld Produktivität, nach 47 Prozent im Jahr zuvor. 

Quelle: [Cemex Ventures, Q3 2025 ConTech Insights](https://www.cemexventures.com/q3-contech-industry-insights-2025/). 

 

Entscheidend für die Einordnung: Die großen Baustoff- und Bausoftware-Konzerne betreiben längst Corporate Venturing über eigene Arme, von Cemex Ventures über Holcims MAQER bis zu den Beteiligungen von Nemetschek. Sie testen neue Lösungen als früher Kunde, lange bevor sie sie breit ausrollen. Corporate Venturing im Bau ist damit etablierte Praxis der Marktführer. 

 

Die Lücke liegt also nicht im Angebot und nicht im Kapital. Sie liegt darin, wie schnell eine Lösung im eigenen Betrieb ankommt. Die Marktführer haben dafür ein Verfahren, der Rest der Branche bislang selten. 

 

 

Warum der Mittelstand hier abgehängt wird 

 

Der Unterschied ist strukturell. Die Konzerne haben eigene Venturing-Einheiten mit Mandat, Budget und Prozess. Der gehobene Mittelstand hat das in aller Regel nicht. 

 

Dazu kommen die Eigenheiten der Branche. Projekte sind fragmentiert, viele Gewerke arbeiten nebeneinander, die Innovationskapazität ist dünn, und was auf einer Baustelle funktioniert, lässt sich selten eins zu eins auf die nächste übertragen. Jede Lösung fühlt sich wie ein Einzelfall an, und genau das bremst die Übernahme in den Regelbetrieb zusätzlich. 

 

Das Ergebnis: Ohne eigene Venturing-Struktur bleibt der Mittelstand Zuschauer. Die Großen testen als Kunde, lernen aus jedem Piloten und bauen einen Vorsprung auf, der sich mit jeder Runde vergrößert. Und das liegt selten am Geld. Es liegt daran, dass sie ein Verfahren dafür haben. 

 

Venture Clienting statt Werkzeugkauf 

 

Der Hebel für den Mittelstand ist nicht, ein weiteres Werkzeug zu kaufen. Er ist, eine Lösung als Kunde am realen Use Case zu prüfen, bevor Geld und Vertrauen gebunden werden. Genau das ist Venture Clienting. 

 

Wichtig dabei: Es geht nicht nur um KI. Ein Use Case kann eine KI-Anwendung sein, genauso aber mehr Produktivität auf der Baustelle, eine agilere Lieferkette oder ein belastbarer CO2-Nachweis unter der CSRD. Venture Clienting ist der Weg, jede dieser externen Lösungen strukturiert aufzunehmen. 

 

Hier kommt ekipa ins Spiel. Wir sind die externe Venturing-Unit für alle, die keinen eigenen Cemex-Ventures-Arm haben. Der Ablauf ist der folgende: Wir schärfen die Fragestellung gemeinsam mit Ihrer Fachabteilung, scouten europaweit passende Anbieter, prüfen sie auf Reife und Anschlussfähigkeit und begleiten die beste Lösung in einem Piloten mit klarem Stage Gate. So bekommt der Mittelstand die Venturing-Kapazität der Großen, in Ergänzung zu den eigenen Projektteams, ohne eine eigene Einheit aufzubauen. 

 

Die entscheidende Frage für 2026 

 

Die bessere Frage ist nicht, wie Ihr Unternehmen insgesamt innovativer wird. Sie ist konkreter: An welchem Use Case werden Sie zum ersten Mal Venture Client? 

Das Angebot ist da, das Kapital ist da, und die Konzerne nutzen beides längst über ihre Venturing-Arme. Diesen Vorsprung können Sie noch aufholen, aber nicht unbegrenzt. Wer den ersten Piloten sauber aufsetzt, macht aus der Schlusslicht-Position der Branche einen eigenen Vorsprung. 

Der Einstieg muss dabei nicht aus dem eigenen Innovationsbudget kommen. Über Public Enabled Venturing lässt sich der erste Pilot niedrigschwellig aufsetzen, in öffentlich geförderten Programmen wie dem VCI Hessen oder dem Innovationsbeschleuniger Baden-Württemberg. Aus unserer Erfahrung ist das für viele Mittelständler der realistischere erste Schritt, weil er den internen Beschluss über ein eigenes Venturing-Budget erst einmal nicht braucht. 

 

Ihr erster Use Case 

 

Sie haben keinen eigenen Venturing-Arm, wollen aber eine externe Lösung sauber am realen Use Case testen? ekipa übernimmt als externe Venturing-Unit das Scouting, das Screening und die Pilot-Begleitung, in Ergänzung zu Ihren Projektteams. Ein erstes Gespräch klärt, welcher Use Case sich für den Einstieg eignet und ob sich ein öffentlich gefördertes Programm als Rahmen anbietet. 

 

Kommen Sie mit unserem Co-Founder Justin Gemeri in Kontakt und buchen Sie einen Termin für ein unverbindliches Erstgespräch. 

 

👤 Justin Gemeri – Co-Founder & Co-CEO 

📧 justin.gemeri@ekipa.de 

📞 +49 151 525 924 17 

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