Warum der Rückbau eigener Einheiten keine Absage an Innovation ist, und wie Sie als Unternehmen die Entscheidung zwischen selbst machen und zukaufen treffen können.
In den vergangenen Monaten haben mehrere Unternehmen ihre internen Venture-Einheiten verkleinert oder ganz geschlossen. Das kann nach einem Rückzug aus der Innovation wirken. Näher betrachtet ist es eine betriebswirtschaftliche Entscheidung, und sie stellt eine alte Frage neu, die viele Organisationen zu schnell mit „selber machen" beantwortet haben.
Genau hier lohnt sich der zweite Blick. Bevor Sie Make-or-Buy für sich entscheiden, sollten Sie verstehen, warum die eigenen Einheiten gerade so unter Druck geraten.
1) Was gerade passiert
Der Rückbau hat einen nüchternen Grund, und das sind die Kosten. Viele Einheiten wurden in erfolgreichen Jahren mit eigenem Headcount aufgebaut. Jetzt werden Budgets geprüft, und eine Struktur mit hohen Fixkosten und schwer planbarem Ergebnis gerät als Erstes unter Druck.
Die Unternehmen steigen damit nicht aus dem Venturing aus. Sie verändern, wie sie es besetzen. Schon heute kürzen rund 39 Prozent der Unternehmen die Budgets für eigenes Venture Building, gleichzeitig ist der Einsatz externer Unterstützung in diesem Bereich von 41 auf 59 Prozent gestiegen. Quelle: brutkasten, Corporate Venturing 2026.
2) Warum die eigene Einheit unter Druck gerät
Eine interne Einheit verursacht Personal- und Fixkosten ab dem ersten Monat. Belastbare Ergebnisse aus Innovationsprojekten kommen in vielen Fällen erst nach ein bis zwei Jahren. Diese Schere zwischen sofortiger Kostenlast und späterer Wirkung ist der eigentliche Grund, warum eigene Units schwer zu verteidigen sind, insofern intern quartalsweise gemessen wird.
Dazu kommt die Abhängigkeit von einzelnen Ansprechpartnern. Verlässt die treibende Person das Haus, verliert die Einheit oft ihren Antrieb. Ein zwei- bis dreiköpfiges Team, das einen ganzen Konzern bespielen soll, gerät zwangsläufig in die Lage, mehr zu verwalten als zu bewegen.
3) Make-or-Buy heißt nicht, die Kontrolle abzugeben
Die Entscheidung zwischen selber machen und zukaufen wird oft so verstanden, als ginge dabei die Ownership verloren. Sinnvoll ist das Gegenteil. Die Richtung, die Auswahl der Themen und die Entscheidung über Piloten gehören ins eigene Haus. Was sich gut auslagern lässt, ist die Umsetzungslast.
Aus über 200 Corporate-Venturing-Projekten zeigt sich genau dieses Muster: Über die Wirkung entscheidet nicht die Größe der eigenen Einheit. Entscheidend ist, wer nach dem Piloten die Verantwortung für den Übergang in den Betrieb trägt.
Als externe Venture-Einheit kann ekipa hier an einen internen Owner andocken. Der Owner bleibt verantwortlich für Strategie und Entscheidung, ekipa übernimmt die Umsetzung, vom Screening über das Scouting bis zur Begleitung der Piloten. So bekommt das Unternehmen skalierbare Kapazität ohne festen Headcount, und der Anspruch bleibt, die interne Mannschaft über die Zeit so weit aufzubauen, dass sie mehr selbst trägt.
Wie treffen Sie Make-or-Buy für Ihr Setup?
Lohnt sich eine eigene Einheit, oder ist ein externer Venturing Partner für Sie der wirtschaftlichere Weg? Die Antwort hängt von Ihrem Innovationsdruck und Ihren internen Ressourcen ab, und sie fällt selten eindeutig aus.
ekipa begleitet Unternehmen bei dieser Entscheidung und dockt bei Bedarf als externe Venture-Einheit an, ohne dass die Ownership das Haus verlässt. Ein erstes Gespräch ist unverbindlich und zeigt, an welcher Stelle ein eigener Aufbau sinnvoll ist und wo Zukauf der schnellere Weg ist.
Kommen Sie mit Léa Daiz in Kontakt und für ein unverbindliches Erstgespräch.
👤 Léa Daiz – Senior Manager Business Development
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