April 20, 2026

Warum Corporate Venturing kein Budgetproblem sein muss

By

Jacqueline Cyba


Viele Unternehmen wollen externe Innovation nutzen, stehen aber vor einer einfachen Frage: Wie lässt sich der Einstieg sinnvoll finanzieren und intern rechtfertigen? 

Oft wird Corporate Venturing direkt groß gedacht, mit eigenem Team, neuen Tools und breiter Suche. Genau hier entsteht jedoch die erste Hürde. Kosten sind schwer planbar, Ergebnisse unklar und interne Legitimation fehlt. 

Dabei liegt die Herausforderung selten in der Relevanz der Themen, sondern in einem pragmatischen Einstieg, der überschaubar bleibt und erste Ergebnisse liefert. 

Unsere Gegenposition ist klar: Corporate Venturing muss kein Budgetproblem sein, wenn der Einstieg klein gedacht und gezielt mit öffentlicher Förderung kombiniert wird. 

1) Markttrend: Von Investment-Logik zu Validierungs- und Beschaffungslogik 

Wenn weniger in Beteiligungen investiert wird und Entscheidungen vorsichtiger ausfallen, verlagern viele Unternehmen ihren Fokus: weg von Investments, hin zum gezielten Testen externer Lösungen im eigenen Betrieb, zum Beispiel über Venture Clienting (also das strukturierte Testen und Validieren externer Lösungen als früher Anwender). Lösungen sollen schneller im operativen Betrieb ohne langfristige Kapitalbindung getestet werden. 

Gleichzeitig zeigt sich: In wirtschaftlich unsicheren Phasen entscheidet interne Legitimation stärker über Innovationsbudgets. Corporate-Venturing-Initiativen müssen ihren Wertbeitrag klar und belastbar belegen. 

Die Konsequenz: Externe Innovation braucht eine klar strukturierte, budgetierbare Vorgehensweise mit kleinen, aufeinander aufbauenden Schritten (PoC und Pilot), messbaren Ergebnissen wie Kostenersparnis, Effizienzgewinnen oder schnellerer Umsetzung sowie festen Entscheidungspunkten. 

Gerade für den Einstieg ist entscheidend, dass diese ersten Schritte finanziell überschaubar bleiben und intern gut begründet werden können. 

2) Öffentliche Förderung als Hebel  

Förderprogramme sind kein „Nice-to-have“, sondern ein zentraler Mechanismus, um externe Innovation wirtschaftlich zu entlasten. Sie ermöglichen es Unternehmen, erste Innovationsprojekte mit reduziertem Risiko zu starten und gleichzeitig interne Entscheidungsprozesse zu erleichtern. 

Beispiel 1: Zentrales Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM) 
ZIM ist technologie- und branchenoffen und unterstützt FuE-Vorhaben mit Zuschüssen. In Kooperationsprojekten liegen Förderquoten – abhängig von Unternehmensgröße und Standort – typischerweise zwischen ca. 30 % und 55 % der zuwendungsfähigen Kosten. 

Das ist relevant, weil viele externe Innovationsvorhaben (z. B. Prototyping, technische Validierung, Integrationsarbeit) in eine förderfähige Projektlogik übersetzt werden können, wenn die Projektarchitektur und Zieldefinition sauber aufgesetzt sind. 

Beispiel 2: go-inno (Innovationsgutscheine) 
Für viele Mittelständler sind nicht die reinen Entwicklungskosten der Engpass, sondern eine saubere Vorbereitung: Scoping, technische Machbarkeit, Spezifikation und Umsetzungsplan. go-inno fördert externe Beratungsleistungen mit einer Kostenübernahme von bis zu 50 % im Rahmen des Programms. 

Damit kann der Einstieg in externe Innovation deutlich niedriger starten, ohne den Fachbereich sofort mit großen Budgets zu belasten. 

Beispiel 3: EU-Förderlogik (Horizon Europe / European Innovation Council – EIC) 
Auf EU-Ebene sind Förderquoten und Instrumente für Validierung und Demonstration klar definiert. Programme sind explizit auf marktorientierte Validierungsschritte ausgelegt, also genau auf die Phasen zwischen Konzept, PoC und Pilot. 

Beispiel 4: ekipa Programme 
Entscheidend ist bei einem public-enabled Setup nicht das einzelne Programm, sondern die Fähigkeit, Innovationsprojekte so aufzusetzen, dass sie in diese Förderlogiken passen. 

Ein Beispiel für die Umsetzung dieses Ansatzes sind öffentlich kofinanzierte Venturing-Programme, wie wir sie bei ekipa umsetzen. 

Diese Programme verbinden einen strukturierten Venturing-Prozess mit gezielter Nutzung öffentlicher Förderlogiken. Unternehmen steigen dabei nicht über den Aufbau eigener Strukturen ein, sondern über konkrete Projekte und Pilotvorhaben. 

Das bedeutet konkret: 

  • klare Definition von Innovationsvorhaben  
  • Zugang zu passenden Lösungsanbietern  
  • strukturierte Umsetzung bis zum PoC und Pilot  
  • Reduktion des Budgetaufwands durch Co-Finanzierung  

Der Effekt: Unternehmen können externe Innovation mit überschaubarem Risiko starten, erste Ergebnisse erzeugen und auf dieser Basis entscheiden, ob und wie das Thema weiter skaliert wird. 

 

Wie komme ich jetzt in die Umsetzung? 

 

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👤 Justin Gemeri – Co-Founder & Business Development Manager 
📧 justin.gemeri@ekipa.de 
📞 +49 151 525 924 17 
 

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