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May 26, 2026

Warum Innovation Units, die intern Kompetenz aufbauen wollen, Capability als festen Baustein einfordern sollten

Warum Innovation Units, die intern Kompetenz aufbauen wollen, Capability als festen Baustein einfordern sollten.

Wenn ekipa von Venturing as a Service (VaaS) spricht, sind damit vier Bausteine gemeint: Screening (kontinuierlich, trendbasiert), Scouting (ad hoc, use-case-basiert), Capacity (operative Umsetzung durch ekipa) und Capability (nachhaltiger Kompetenzaufbau im Kundenteam). Die ersten drei erzeugen sichtbaren Output: Trend-Landschaften, Longlists führender Startups und Scaleups, PoC-Ergebnisse, validierte Lösungen. Der vierte ist der unsichtbarste und zugleich der, der über die Halbwertszeit aller drei entscheidet.

Was den Unterschied macht: Innovationsprojekte, die Capability nicht von Anfang an mitdenken, produzieren Ergebnisse ohne Anschlussfähigkeit. Der nächste Zyklus beginnt bei null, der übernächste ebenfalls. Diese Lücke ist systematisch, sie liegt im Design der Programme selbst.

1) Warum Capability im ekipa-Modell strukturell verankert ist

Capability ist in der ekipa-Systematik ein struktureller Bestandteil jeder Rahmenbeziehung. Die typischen Vertragslaufzeiten von sechs bis vierundzwanzig Monaten sind bewusst so gewählt, dass interne Innovationsteams parallel zur Lieferung von Ergebnissen ihre Arbeitsweise anreichern. Drei konkrete Elemente tragen diesen Baustein:

Das Operating System: Explore, Identify, Define, Validate, Implement. Eine wiederholbare Arbeitslogik, die ekipa als Methode einführt und Kundenteams schrittweise übernehmen. Sie strukturiert den gesamten Venturing-Zyklus von der Frage bis zur Skalierung.

Der Scouting-Prozess mit fünf Stationen. Challenge Clarification, Search Strategy, Initial Scouting, Expansion, Analysis & Landscaping als nachvollziehbare Kette. Das interne Team versteht jeden Schritt und kann ihn bei späteren Vorhaben selbst durchführen.

Die Entscheidungsmechanik entlang von Stage Gates und PoC-Entschädigungen. Stage Gates strukturieren die Übergänge zwischen den Phasen. PoC-Entschädigungen statt Preisgelder zwingen interne Sponsoren dazu, Outcome-Ownership ernst zu nehmen.

Eine Innovation Unit, die mit ekipa arbeitet, hat nach Vertragsende zweierlei: validierte Lösungen und eine belastbare Methodik, die beim nächsten Vorhaben ohne externen Begleiter funktioniert.

2) Wie sich Capability in der Praxis verankert

Capability entsteht im operativen Mitarbeiten, in der Bearbeitung realer Fälle. In den Partnerschaften, die ekipa mit Unternehmen wie LBBW, TRUMPF, Boehringer Ingelheim, RWE oder Wacker Neuson aufgesetzt hat, wird Methodik schrittweise übergeben. Anfangs führt ekipa die Project Clarification. Später moderieren wir den Prozess gemeinsam mit eurem internen Team. Am Ende setzt das Kundenteam Search Strategy und Initial Scouting eigenständig auf und nutzt ekipa gezielt für anspruchsvollere Aufgaben wie Expansion oder Analysis & Landscaping.

Für Organisationen, die sich noch nicht abschließend entschieden haben, ob Venturing eine eigene Fähigkeit werden soll, sind Public-Enabled-Venturing-Programme (PEV) der niedrigschwellige Einstieg. PEV sind öffentlich kofinanzierte Programme, in denen ekipa als Projektträger fungiert und mehrere Unternehmen parallel an konkreten Use Cases arbeiten. Teilnehmende Unternehmen müssen dabei keine eigenen Förderanträge stellen.

Der Effekt: Nach einem vier- bis sechsmonatigen Public-Enabled-Venturing-Programm Durchlauf haben interne Teams eine belastbare Vorstellung davon, was Venture Clienting im eigenen Kontext bedeuten kann. Daraus lässt sich anschließend entscheiden, ob ein langfristiger VaaS-Rahmenvertrag sinnvoll ist.

3) Woran Sie erkennen, dass der Capability-Baustein geliefert hat

Drei Tests nach Programmende. Kann Ihr internes Team die nächste Challenge Clarification ohne ekipa eigenständig durchführen? Führen Ihre Sponsoren Stage Gates als reale Entscheidungspunkte durch, oder dienen sie als Statusberichte? Haben Sie intern eine Vorstellung davon, welche Marktsegmente in welcher Reife externe Lösungen anbieten, ohne bei jedem neuen Vorhaben bei null zu recherchieren?

Drei Mal Ja zeigt, dass die Partnerschaft auf dem Capability-Baustein geliefert hat. Fallen Antworten negativ aus, liegt der Hebel selten in den gelieferten Ergebnissen, sondern in der Verankerung des Capability-Bausteins selbst. Beim nächsten Vorhaben lässt er sich gezielter auf Ihre Organisation zuschneiden, etwa über definierte Übergabemomente im Scouting-Prozess oder über einen internen Sponsor, der Methodik aktiv übernimmt.

Fazit

Die externe Venturing Unit ist bei ekipa als verlängerter Arm konzipiert. Damit dieser Arm nach Vertragsende abnehmbar bleibt, muss interne Muskulatur mitwachsen. Capability Building ist die Bedingung dafür, dass eine Partnerschaft nach sechs, zwölf oder vierundzwanzig Monaten etwas hinterlässt, das auch ohne den Partner trägt.

Wie kommt Ihr Unternehmen in die Umsetzung?

Welcher der vier VaaS-Bausteine ist in Ihrer aktuellen Innovationsarbeit am schwächsten ausgeprägt? 15 Minuten reichen für eine erste Einordnung, wo der Hebel für Ihr Setup ansetzt.

ekipa begleitet Innovation Units und Corporates beim Aufbau systematischer Venturing-Kapazität, von der Definition der Bausteine über die operative Umsetzung bis zur Übergabe der Methodik. Für Unternehmen ohne laufende VaaS-Beziehung ist ein Public-Enabled-Venturing-Programm der niedrigschwellige Einstieg.

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👤 Justin Gemeri – Co-Founder & Co-CEO

📧 justin.gemeri@ekipa.de

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Justin Gemeri
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