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June 22, 2026

Welcher Teil Ihres Innovationsbudgets übersteht das nächste Review?

Wo im Corporate Venturing gerade gekürzt wird, warum die teuren Instrumente zuerst dran sind, und was Sie daraus für Ihr eigenes Budget mitnehmen. 

 

Innovationsbudgets stehen unter Druck, das ist keine Überraschung. Interessanter ist, wo genau gekürzt wird, denn die Schere geht quer durch die Instrumente des Corporate Venturing. Ein Ansatz kommt dabei deutlich besser weg als die anderen, und das hat einen nachvollziehbaren Grund. 

Venture Clienting verliert am wenigsten, weil es die günstigste Art ist, eine Lösung im eigenen Haus zu testen, bevor Geld in Beteiligung oder Aufbau fließt. 

1) Wo gekürzt wird, und warum 

Die aktuelle Studie „The state of new business building 2026" von whataventure, für die 50 Innovationsverantwortliche aus dem DACH-Raum befragt wurden, zeigt ein klares Muster. Je mehr Kapital ein Instrument bindet und je später es etwas zurückbringt, desto tiefer fällt der Schnitt aus. Die Studie hat abgefragt, wie viele Unternehmen je Instrument ihr Budget gekürzt haben: 

40% der Befragten würden Venture Acquisitions kürzen. Hier kauft ein Unternehmen Startups ganz oder mehrheitlich. Das bindet sehr viel Kapital auf einen Schlag, dazu kommt der Aufwand, das gekaufte Geschäft zu integrieren. In unsicheren Zeiten ist das die erste Position, die gestrichen wird. 

Corporate Venture Building, 39 Prozent kürzen. Dabei baut das Unternehmen eigene neue Geschäfte von Grund auf. Das kostet Personal und Zeit, und belastbare Ergebnisse kommen oft erst nach Jahren. Genau diese lange Durststrecke macht es angreifbar, sobald Budgets geprüft werden. 

Corporate Venture Capital, 26 Prozent kürzen. Hier investiert das Unternehmen Eigenkapital in Startups, meist als Minderheitsbeteiligung. Das Kapital ist langfristig gebunden, und ob es zurückkommt, zeigt sich erst spät. Etwas robuster als die Ersten beiden, aber weiterhin eine Wette auf die Zukunft. 

Venture Clienting, nur 17 Prozent kürzen. Hier wird das Unternehmen schlicht zum Kunden eines Startups und testet dessen Lösung in einem klar umrissenen Piloten. Kein Kauf, keine Beteiligung, kein eigener Aufbau. Das erklärt, warum dieses Instrument am wenigsten unter Druck gerät. Quelle: whataventure, „The state of new business building 2026", via brutkasten, Mai 2026. 

2) Warum Venture Clienting durch die Krise kommt 

Der Vorteil liegt in der Reihenfolge. Bei den anderen Instrumenten zahlt das Unternehmen zuerst und hofft, dass sich der Einsatz später auszahlt. Beim Venture Clienting steht der Test am Anfang. Das Unternehmen definiert eine konkrete Herausforderung, sucht dafür passende Anbieter und lässt die vielversprechendste Lösung in einem begrenzten Piloten gegen die eigene Realität laufen. 

Die Einstiegskosten bleiben dabei niedrig und das Risiko überschaubar. Funktioniert die Lösung, gibt es früh ein vorzeigbares Ergebnis und eine Grundlage für die nächste Stufe. Funktioniert sie nicht, ist der Pilot beendet, ohne dass Kapital in einer Beteiligung oder einem Eigenaufbau gebunden wurde. In einer Phase, in der jede Ausgabe gerechtfertigt werden muss, ist dieses Test-zuerst-Prinzip der entscheidende Unterschied. 

Das deckt sich mit der Erfolgswahrnehmung der Befragten. 74 Prozent bewerten Venture Clienting als zumindest eher erfolgreich, ähnlich hoch wie Corporate Venture Capital mit 81 Prozent und deutlich über Corporate Venture Building mit 62 Prozent. Wer mit knappen Mitteln Wirkung nachweisen muss, landet fast zwangsläufig bei dem Instrument mit der niedrigsten Einstiegsschwelle. 

3) Was Sie konkret daraus machen können 

Für Verantwortliche, die intern um Mittel ringen, ist das ein brauchbares Argument. Venture Clienting lässt sich mit geringem Vorab-Invest starten und liefert schnell etwas Vorzeigbares, was die eigene Position im Budgetgespräch stärkt. 

Robust ist die Methode aber nicht automatisch. Aus unseren Venture-Clienting-Projekten und Gesprächen mit Innovationsverantwortlichen kommen häufig dieselben drei Faktoren zurück, die über Erfolg oder Stillstand entscheiden. 

Das richtige Such- oder Innovationsfeld abgeleitet aus der Strategie. Der häufigste Fehler passiert schon vor dem Scouting, nämlich bei der Problemdefinition. Wird die falsche Frage gestellt, hilft auch die beste Lösung nichts. Entscheidend ist die Anbindung an die Unternehmensstrategie, weil sie zugleich das interne Backing sichert. Dieselbe Studie zeigt deutlich: 77 Prozent der nach eigener Einschätzung erfolgreichen Einheiten leiten ihre Themen direkt aus der Unternehmensstrategie ab, bei den weniger erfolgreichen sind es nur 18 Prozent. 

Die passende Partnerwahl. Ob ein Pilot erfolgreich ist, hängt selten an der Technik und meist am Partner. Ein Anbieter mit der reiferen Lösung und der besseren Umsetzungsfähigkeit bringt den Piloten schneller zu einem belastbaren Ergebnis. 

Der Übergang nach dem Piloten. Der kritischste Moment kommt nach dem erfolgreichen Test. Ohne einen festen Owner und ohne früh geklärte interne Anschlussfähigkeit, etwa mit IT, Security und Einkauf, versandet selbst ein guter Pilot. In der Praxis sind diese Schnittstellen der häufigste Grund, warum sich der Übergang verzögert. 

Quelle: Faktor-Gewichtung auf Basis von ekipa-Projekten und Kundengesprächen, Strategie-Zahl aus whataventure, „The state of new business building 2026", Mai 2026. 

Bei ekipa setzen wir hier an. Über öffentlich geförderte Programme lässt sich Venture Clienting mit geringer Ressourcenlast starten, und als externe Venture-Einheit übernimmt ekipa die Umsetzung von der Partnerwahl bis zum Piloten, ohne dass intern eine teure Struktur entsteht. 

Welches Instrument lässt sich für Ihr Innovations-Budget am besten verteidigen?  

Wissen Sie, welcher Teil Ihres Innovationsbudgets im nächsten Review am leichtesten zu rechtfertigen ist? Bei knappen Mitteln entscheidet diese Frage oft darüber, was weiterläuft und was gestrichen wird. 

ekipa hilft Unternehmen, Venture Clienting mit geringem Vorab-Invest aufzusetzen und als externe Venture-Einheit zu betreiben. Ein erstes Gespräch zeigt, wie ein schlanker, vorzeigbarer Pilot bei Ihnen aussehen könnte. 

Kommen Sie mit unserem Co-Founder Justin Gemeri in Kontakt und buchen Sie einen Termin für ein unverbindliches Erstgespräch. 

👤 Justin Gemeri – Co-Founder & Co-CEO  

📧 justin.gemeri@ekipa.de  

📞 +49 151 525 924 17 

 

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Justin Gemeri
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