Zurück zum Blog
14. September 2026

Das Kapital ist zurück. Und trotzdem wählen die meisten den falschen Partner für Innovation.

Wie Sie Startups und Lösungsanbieter auswählen, entscheidet über die Erfolgsquote ihrer Innovationsfähigkeit im Unternehmen in den kommenden Monaten. 

 Nach zwei mageren Jahren fließt wieder Geld ins Corporate Venturing. Die globale Wagniskapital-Finanzierung ist 2025 um 47 Prozent auf 469 Milliarden Dollar gestiegen. Corporate-Investoren sind daran spürbar beteiligt. Für viele heißt das: 2026 gibt es wieder Budget. 

 Mehr Geld löst allerdings selten das Problem, an dem das Vorhaben scheitert. Wer schlecht auswählt oder intern hängen bleibt, ändert das mit einem größeren Budget nicht. Es entstehen dann einfach mehr Piloten, die an derselben Stelle abbrechen.Problematisch wird es häufig vor der ersten Überweisung, schon in der Auswahl. Solange die schwach ist, skaliert zusätzliches Kapital vor allem die Fehlerquote. 

Quelle: [CB Insights, State of Venture 2025](https://www.cbinsights.com/research/report/venture-trends-2025/).* 

 

Warum Kapital nie der Engpass war 

 Laut „Collaborate to Innovate 2025“ von Startup-Verband und Accenture finden 59 Prozent der Unternehmen nicht den richtigen Partner. Von den gestarteten Kollaborationen sind auf Proof-of-Concept-Ebene noch 27 Prozent auf Kurs, am Ende erreichen nur acht Prozent die Skalierung. 

 Quelle: [Startup-Verband und Accenture, „Collaborate to Innovate 2025", via Startbase](https://www.startbase.com/news/corporate-venturing-scheitert-selten-am-startup). 

 

Wo brechen die Vorhaben ab? Am Anfang meist daran, dass die Aufgabe nicht scharf genug definiert war und der Partner deshalb nicht zum Problem passt. Später liegt es selten am Startup. Meist im eigenen Haus, bei Integration, Datenschutz, Einkauf und der Frage, wer den Piloten nach dem Test intern weiterträgt und verantwortet. Das ist selten ein inhaltliches Problem, sondern ein organisatorisches. 

Daraus folgt ein doppelter Auftrag an die Auswahl: Ein Partner muss zum Problem passen und den internen Weg überstehen. Zugang zu Startups hat heute jeder. Datenbanken und KI-Tools können ausführliche Listen liefern, die Informationen sind verfügbar.Die eigentliche Leistung ist, daraus die wenigen herauszufiltern, die zum Use Case und zum Betrieb passen. Mehr Kapital macht das nicht leichter, es erhöht nur den Einsatz. 

 

Startup-Auswahl ist ein Verfahren, kein Bauchgefühl 

 Die Erfolgsquote steigt nicht über mehr Meetings. Sie steigt über ein wiederholbares Verfahren aus zwei Schritten. Das Screening klärt zuerst das Problem: die Herausforderung, die messbaren Kriterien, die Ausschlussgründe. Diese Vorarbeit kann nur das Unternehmen selbst leisten, und sie entscheidet über jeden folgenden Treffer. Das Scouting sucht dann gezielt entlang dieser Kriterien. 

Entscheidend ist, breiter zu prüfen als nur den Produkt-Fit: Lösungsreife, Integrations- und Datenschutzfähigkeit, ein gangbarer Weg durch den Einkauf. So fallen Anbieter früh auf, die fachlich glänzen, an der internen Realität aber scheitern würden. Klare Knockout-Kriterien kürzen die lange Liste schnell auf die wenigen, denen man wirklich auf den Zahn fühlen sollte. 

Der Nebeneffekt ist der spannendste Hebel: Eine solche Auswahl ist nach innen erklärbar. Wer belegen kann, warum ein Partner gewählt wurde und drei andere nicht, kommt durch Einkauf, IT und Management deutlich schneller. 

 

Kunde werden; nicht nur investieren 

 Eine Beteiligung ist nur ein Weg zu externer Innovation. Beim Venture Clienting wird das Unternehmen zum Kunden eines Startups und testet dessen Lösung in einem klaren Piloten, ohne Beteiligung. 

Der Unterschied liegt in der Prüfung. Eine Beteiligung bewertet ein Startup vor allem finanziell. Wer als früher Kunde einsteigt, prüft die Lösung an der Realität: Läuft sie in den eigenen Systemen? Kommt sie durch den Datenschutz? Findet der Einkauf einen Weg? Bringt sie im Alltag messbaren Nutzen? Genau an diesen Hürden hängt später die Skalierung, und Venture Clienting zieht die Prüfung nach vorne. 

Beide Wege ergänzen sich: erst am echten Anwendungsfall validieren, dann fundierter über eine Beteiligung entscheiden. Über den Wert entscheidet die Auswahl davor, und erst danach das Kapital. 

 

Bevor Sie 2026 mehr Budget freigeben 

 Das Kapital ist zurück, das ist gut. Eine Garantie ist es nicht. Die Frage für 2026 ist weniger, wie viel Budget Sie freigeben. Sie ist, wie Sie auswählen. 

Definieren Sie das Problem vor der Lösung? Prüfen Sie auf Anschlussfähigkeit, nicht nur auf das Produkt? Ist Ihre Auswahl wiederholbar und belegbar? Wer das nicht klar beantworten kann, schärft besser das Verfahren, bevor er das Budget erhöht. 

Wie steht es um Ihr Auswahlverfahren? 

Haben Sie ein wiederholbares Verfahren für Screening und Scouting, oder läuft die Partnerwahl heute über Bauchgefühl und Zufall? ekipa richtet als externe Venturing-Unit ein strukturiertes Screening und Scouting ein, mit klaren Kriterien und einer Auswahl, die sich intern belegen lässt. Ein erstes Gespräch zeigt, wo Ihr Verfahren steht und wo die größten Hebel liegen. 

 

Kommen Sie mit unserem Co-Founder Justin Gemeri in Kontakt und buchen Sie einen Termin für ein unverbindliches Erstgespräch. 

 

👤 Justin Gemeri – Co-Founder & Co-CEO 

📧 justin.gemeri@ekipa.de 

📞 +49 151 525 924 17 

Kostenloser Diagnose-Call

Kartieren Sie Ihre Corporate-Venturing -Chance in 30 Minuten.

  • Geschärfte Analyse Ihrer Innovationsprioritäten und Integrationsrahmenbedingungen
  • Konkrete Empfehlungen zum richtigen Engagement-Modell — Public-Enabled Venturing oder Venturing as a Service
  • Transparenter Blick auf Methodik, Referenzen und 200+ erfolgreiche Innovationsprojekte
Unverbindlich · 30 Min. · Deutsch oder Englisch
Justin Gemeri
Justin Gemeri
Co-CEO · ekipa
Antwortet meist am selben Tag
LinkedIn